Goldgeben

Schwimmende PV-Anlage Goldgeben
Schwimmende PV-Anlage auf einer Wasserfläche von acht Hektar
Gesamtleistung der PV-Anlage beträgt ca. 9 MWp
Erzeugung von rund 9 Millionen kWh sauberer Energie
Versorgung von etwa 2.000 Haushalten

Mit dem Floating-PV-Projekt in Goldgeben, Gemeinde Hausleiten, soll ein Vorzeigeprojekt für klimafreundliche Stromerzeugung in Niederösterreich entstehen. Auf einer rund acht Hektar großen Wasserfläche eines bestehenden Schotterteichs ist eine Photovoltaikanlage (ca. 4,6 ha Modulfläche) mit einer Leistung von ca. 9 Megawatt Peak (MWp) geplant.
Der prognostizierte Jahresertrag von etwa 9 Millionen Kilowattstunden würde rund 2.000 Haushalte dauerhaft mit sauberer, erneuerbarer Energie versorgen.

Der große Vorteil von Floating-PV: Die Solarboote mit den PV-Modulen schwimmen auf der Wasseroberfläche. Dadurch bleiben wertvolle landwirtschaftliche Böden vollständig erhalten, und es kommt zu keinem Flächenkonflikt mit der Nahrungsmittelproduktion. Diese Form der Energiegewinnung vereint Innovation, Effizienz und ökologische Verantwortung auf besondere Weise.

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist der Schutz der Natur und die Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts im und um das Gewässer. Bereits in der Planungsphase führen unabhängige Expert:innen umfangreiche Erhebungen durch: Vögel, Amphibien, Libellen, Insekten und die gesamte Pflanzenwelt werden sorgfältig erfasst. Auch das Gewässer selbst, seine Wasserqualität, seine Flora und Fauna werden eingehend untersucht. Damit wird sichergestellt, dass die Anlage im Einklang mit den ökologischen Rahmenbedingungen entsteht.

Die strengen österreichischen Umweltauflagen für Floating-PV-Anlagen garantieren zudem, dass auch während des Betriebs höchste Standards eingehalten werden. Regelmäßige Monitoringmaßnahmen ermöglichen eine kontinuierliche Beobachtung der ökologischen Entwicklung, sodass mögliche Veränderungen frühzeitig erkannt werden. Studien zeigen, dass erst ab einer Überdeckung von rund 70 Prozent negative Auswirkungen auf das Ökosystem auftreten können. Das geplante Projekt in Goldgeben würde mit einem Abdeckungsgrad von lediglich 55 Prozent deutlich darunter liegen.

Floating-PV verbindet somit ökologische Sensibilität mit technischer Innovation. Das Projekt in Goldgeben zeigt beispielhaft, wie erneuerbare Energiegewinnung nicht nur klimafreundlich, sondern auch naturverträglich umgesetzt werden kann und leistet damit einen sichtbaren Beitrag für eine nachhaltige Zukunft in der Region.

Fakten

Standort Goldgeben, Marktgemeinde Hausleiten
Fläche der Anlage 8 Hektar (davon ca. 4,6 ha Modulfläche)
Netzanschluss Umspannwerk Stockerau
Installierte Gesamtleistung ca. 9 MWp
Jahresertrag rund 9 Mio. kWh
Versorgung Haushalte ca. 2.000

Vorteile von Floating-PV

Aufbau eines Solarboots

Stabile Laufstege und integriertes DC-Kabelkonzept für geschütze Verkabelung.
Langlebige Stahlkonstruktion auf robusten HDPE-Schwimmern.

Bisheriger Projektverlauf

2024

Start Vorplanungsphase

2024

2025

Beginn der naturschutzfachlichen und gewässerökologischen Erhebungen durch unabhängige Gutachter.

2025

2025

Einigung mit Grundeigentümer:innen und Abstimmung im Gemeinderat.

2025

Stimmen zum Projekt

"Mit der neuen Floating-PV-Anlage in Goldgeben setzen die Firma ECOwind auf eine zukunftsorientierte und nachhaltige Energiegewinnung. Durch die Nutzung bislang ungenutzter Wasserflächen können sie sauberen Strom erzeugen, ohne zusätzliche Agrarflächen zu versiegeln oder den landwirtschaftlichen Betrieb einzuschränken. Diese innovative Form der Stromproduktion stärkt unsere regionale Energieversorgung und erfolgt ohne zusätzliche Belastung des bestehenden Stromnetzes. Damit unterstützen wir einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundliche, effiziente und verantwortungsvolle Energiezukunft für unsere Gemeinde."

Andreas Neubauer,
Bürgermeister, Gemeinde Hausleiten

"Mit diesem Projekt realisieren wir etwas ganz Besonderes – eine schwimmende Photovoltaikanlage, die bislang ungenutzte Wasserflächen für die Energiegewinnung erschließt. Dabei zeigen wir, wie Innovation und Nachhaltigkeit perfekt zusammenpassen. Als Projektentwicklerin finde ich es besonders spannend, an dieser Pionierarbeit mitzuwirken. Sie demonstriert eindrucksvoll, wie vielseitig und zukunftsfähig erneuerbare Energien sein können.“
Sarah Babinger,
Leitung Projektentwicklung, ECOwind

Aktuelles

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Fragen & Antworten rund um Floating-PV

Floating-PV-Anlagen nutzen ungenutzte Wasserflächen und schonen dadurch wertvolle Landflächen. Die Kühlung durch das Wasser steigert zudem die Effizienz und verlängert die Lebensdauer der Module. Gleichzeitig reduzieren sie die Verdunstung und können die Wasserqualität verbessern, indem sie das Algenwachstum verringern.

Insbesondere in den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Burgenland gibt es einige, ehemalige Schotterteiche, die heute ungenutzt vorliegen. Diese haben oft keine andere wirtschaftliche Nutzung und sind daher ideal für Floating-PV.

Die Solarmodule sind auf speziellen schwimmenden Plattformen montiert, die aus robustem, witterungsbeständigem Material bestehen. Diese Plattformen sind flexibel und können sich den Wasserbewegungen anpassen. Sie werden durch Verankerungen am Land bzw. im Uferbereich oder unter Wasser befestigt.

Die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom erfolgt durch Wechselrichter auf der Anlage. Auch die Transformatoren befinden sich auf der schwimmenden Anlage. Lediglich mit einem Kabel am Wasser führt man die erzeugte Energie ins Umspannwerk.

Floating-PV-Anlagen in Österreich unterliegen Umweltauflagen nach dem Wasserrechtsgesetz, dem Naturschutzrecht und den jeweiligen Landesbauordnungen. Sie dürfen die Wasserqualität, den Sauerstoffhaushalt und die Temperatur nur in vertretbarem Maß beeinflussen und die Natur sowie deren Lebewesen nicht maßgeblich beeinträchtigen. Regelmäßige Wasserqualitäts- und Artenmonitorings werden unter anderem von der Behörde verpflichtend vorgeschrieben.

Der Aufwand für die Wartung von Floating-PV-Anlagen ist grundsätzlich niedrig. Dennoch sind regelmäßige Inspektionen unerlässlich, um eine einwandfreie Funktion der Anlagen zu gewährleisten. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Überprüfung elektrischer Bauteile wie Kabel, Sicherungen und Wechselrichter. Mithilfe thermografischer Untersuchungen durch Drohneneinsatz lassen sich zudem frühzeitig überhitzte Bereiche oder mögliche Defekte erkennen.

Die Lebensdauer von Floating-PV-Anlagen liegt typischerweise bei 25 bis 30 Jahren, ähnlich wie bei landbasierten Photovoltaikanlagen. Die verwendeten Materialien sind besonders widerstandsfähig gegen Korrosion und Witterungseinflüsse. 

Floating-PV-Anlagen werden so konzipiert, dass sie minimale Auswirkungen auf das Ökosystem haben. Durch den Schattenwurf kann sich die Algenbildung reduzieren, was die Wasserqualität verbessern kann. Zudem werden schadstofffreie Materialien verwendet.

Floating-PV-Anlagen sind speziell für wechselnde Witterungsbedingungen ausgelegt. Die schwimmenden Plattformen sind stabil konstruiert und werden durch Anker gesichert, um bei Sturm oder starkem Wind nicht abgetrieben zu werden.  


Entstehung Floating-PV-Anlage Grafenwörth in Niederösterreich

ECOwind Handels- & Wartungs-GmbH
Fohrafeld 11, A-3233 Kilb

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