Zagersdorf

Der Windpark Zagersdorf liegt im Burgenland zwischen den Gemeinden Zagersdorf, Draßburg und Klingenbach.

Der Windpark besteht aus drei Winkraftanlagen des Herstellers Enercon vom Typ E-92. Jede Anlage hat eine Nennleistung von 2,35 MW. Insgesamt erreicht der Windpark damit eine Leistung von 7,05 MW. Die Anlagen haben einen Rotordurchmesser von 92 Metern und eine Nabenhöhe von 104 Metern.

Für die Zufahrt zum Windpark werden größtenteils die bereits bestehenden Wege des benachbarten Windparks Baumgarten genutzt. Dadurch kann der zusätzliche Eingriff in die Landschaft möglichst gering gehalten werden.

Für die Ableitung des erzeugten Stroms wurde eine rund 16 Kilometer lange 20-kV-Kabelleitung zum bestehenden Umspannwerk Mattersburg errichtet. Die Kabeltrasse verläuft größtenteils entlang bereits bestehender öffentlicher Wege und führt durch die Katastralgemeinden Mattersburg, Marz, Zemendorf-Stöttera, Draßburg, Antau und Zagersdorf.

Fakten im Überblick

Standort Zagersdorf, Burgenland
Gemeinden Zagersdorf, Draßburg und Klingenbach
Anzahl der Windkraftanlagen 3 (Typ Enercon E92/2350)
Installierte Gesamtleistung 7,05 MW
Nabenhöhe 104 m
Rotordurchmesser 92 m
Netzzugang Umspannwerk Mattersburg
Jährlicher Energieertrag rund 14.500.000 kWh
Versorgte Haushalte ca. 4.000

Impressionen Windpark

Impressionen von Bau und Errichtung

Timeline

April 2015

Beginn Projektentwicklung

April 2015

Juni 2025 - November 2015

Baustellenarbeiten

Juni 2025 - November 2015

September 2015

Spatenstich am 4.September

September 2015

November 2015 - Februar 2016

Errichtung der Windkraftanlagen

November 2015 - Februar 2016

Februar - März 2016

Inbetriebnahmearbeiten

Februar - März 2016

Fragen & Antworten rund um Windkraft

  • Windräder erzeugen Strom, ohne CO₂ oder andere Schadstoffe freizusetzen – im Gegensatz zu Kohle- oder Gaskraftwerken. Damit helfen sie im Kampf gegen den Klimawandel.
  • Wind ist eine erneuerbare Ressource – das heißt, sie geht uns nicht aus. Solange die Erde sich dreht und die Sonne scheint, wird es Wind geben.
  • Je mehr Windstrom wir selbst erzeugen, desto weniger abhängig sind wir von Energieimporten (z. B. Öl oder Gas aus dem Ausland). Das stärkt unsere Versorgungssicherheit.
  • Die Windenergiebranche schafft viele Jobs – in Planung, Bau, Wartung und Forschung. Sie fördert auch technologische Innovationen.

Der Wind dreht die Rotorblätter, die mit einer Welle verbunden sind. Diese Welle treibt einen Generator an, der Strom erzeugt.

Eine durchschnittliche Windkraftanlage erzeugt etwa 4–6 Megawatt (MW).

Ende 2024 waren in Österreich 1.451 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 4.028 Megawatt (MW) installiert.

Beispielsweise erzielt der Windpark Andau im Burgenland eine regionale Wertschöpfung von 370 Millionen Euro und generiert 130 neue Dauerarbeitsplätze.

Die Windenergiebranche beschäftigt rund 7.900 Menschen in Österreich, einschließlich Zulieferindustrie, Dienstleister und Betreiber.

Durch die Nutzung von Windenergie werden jährlich etwa 4,7 Millionen Tonnen CO₂ eingespart, was den Emissionen von rund 1,9 Millionen Autos entspricht.

Die Windkraft deckt etwa 16 % des österreichischen Stromverbrauchs und versorgt rund 2,65 Millionen Haushalte mit sauberem Strom.

Die tatsächlich versiegelte Fundamentfläche beträgt etwa 400 m², was 0,3 % der gesamten Windparkfläche entspricht. ​

Windstrom wird direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Schwankungen werden durch Regelenergie, Stromspeicher (z. B. Pumpspeicherkraftwerke) oder Ausgleich durch andere erneuerbare Quellen abgefedert.

Beim Repowering werden ältere Windräder durch neue, leistungsfähigere ersetzt – meist bei deutlich weniger Anlagen. Dadurch steigt die Stromproduktion bei gleichbleibender oder kleinerer Flächennutzung.

Aufwändige Verfahren, Einsprüche und komplexe Gutachten führen zu langen Wartezeiten. In Österreich dauern Genehmigungen teils 4–7 Jahre – deutlich länger als international üblich.

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