Fürstkogel

Der Windpark Fürstkogel liegt auf einem größtenteils bewaldeten Berggipfel in den Fischbacher Alpen. Das Projektgebiet befindet sich in den Gemeinden Stanz im Mürztal und Fischbach in der Steiermark auf einer Seehöhe von rund 1.300 bis 1.430 Metern.

Bereits 2013 wurde das Gebiet von der steiermärkischen Landesregierung als Eignungszone für Windenergie ausgewiesen. Der ursprünglich geplante Windpark mit sechs Windkraftanlagen wurde Ende 2015 vollständig genehmigt. Aufgrund der damaligen Markt- und Fördersituation wurde das Projekt anschließend überarbeitet und optimiert.

Heute besteht der Windpark aus fünf Windkraftanlagen des Herstellers Vestas. Die Anlagen vom Typ V126 haben jeweils eine Leistung von 3,45 MW und erreichen damit eine Gesamtleistung von 17,25 MW. Vier Anlagen haben eine Nabenhöhe von 117 Metern, die fünfte Anlage ist 137 Meter hoch.

Die schwierige Topografie des alpinen Geländes stellte bei Planung und Bau eine besondere Herausforderung dar. Um die Eingriffe in die Landschaft möglichst gering zu halten, wurde gemeinsam mit dem Anlagenhersteller und dem Transportunternehmen ein spezielles Logistik- und Montagekonzept entwickelt. Unter anderem kam aufgrund der großen Anlagenhöhe erstmals in Österreich bei einem Windpark im alpinen Gelände ein Raupenkran für die Hauptmontage zum Einsatz.

Auch bei der Gestaltung der Zufahrten und Böschungen wurde auf einen möglichst geringen Flächenverbrauch geachtet.

Ende November 2019 ging der Windpark Fürstkogel vollständig in Betrieb.

Fakten im Überblick

Standort Fischbacher Alpen, Steiermark
Gemeinden Stanz und Fischbach
Seehöhe zwischen 1.300 m und 1.430 m
Anzahl der Windkraftanlagen 5 (Type Vestas V126)
Installierte Gesamtleistung 17,25 MW
Nabenhöhe Anlagen: 1-4: 117 m, Anlage 5: 137 m
Rotordurchmesser 126 m
Netzzugang Umspannwerk Birkfeld
Jährlicher Energieertrag 45.000.000 kWh
Versorgte Haushalte ca. 13.000

Impressionen Windpark

Impressionen von Bau und Errichtung

360° Rundblick

Projektvideo

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Timeline

Frühjahr 2013

Beginn der Projektentwicklung

Frühjahr 2013

August 2013 - August 2014

Durchführung Windmessung

August 2013 - August 2014

2015

Windpark rechtskräftig genehmigt

2015

2017

Umgenehmigung auf eine größere Anlagentype

2017

Mai - August 2019

Baustellenarbeiten

Mai - August 2019

August - Oktober 2019

Errichtung der Windkraftanlagen

August - Oktober 2019

August - November 2019

Inbetriebnahmearbeiten

August - November 2019

Frühjahr 2020

Abschluss Rückbau und Aufforstung des Projektstandorts

Frühjahr 2020

11. Juni 2022

Windparkfest

11. Juni 2022

Fragen & Antworten rund um Windkraft

  • Windräder erzeugen Strom, ohne CO₂ oder andere Schadstoffe freizusetzen – im Gegensatz zu Kohle- oder Gaskraftwerken. Damit helfen sie im Kampf gegen den Klimawandel.
  • Wind ist eine erneuerbare Ressource – das heißt, sie geht uns nicht aus. Solange die Erde sich dreht und die Sonne scheint, wird es Wind geben.
  • Je mehr Windstrom wir selbst erzeugen, desto weniger abhängig sind wir von Energieimporten (z. B. Öl oder Gas aus dem Ausland). Das stärkt unsere Versorgungssicherheit.
  • Die Windenergiebranche schafft viele Jobs – in Planung, Bau, Wartung und Forschung. Sie fördert auch technologische Innovationen.

Der Wind dreht die Rotorblätter, die mit einer Welle verbunden sind. Diese Welle treibt einen Generator an, der Strom erzeugt.

Eine durchschnittliche Windkraftanlage erzeugt etwa 4–6 Megawatt (MW).

Ende 2024 waren in Österreich 1.451 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 4.028 Megawatt (MW) installiert.

Beispielsweise erzielt der Windpark Andau im Burgenland eine regionale Wertschöpfung von 370 Millionen Euro und generiert 130 neue Dauerarbeitsplätze.

Die Windenergiebranche beschäftigt rund 7.900 Menschen in Österreich, einschließlich Zulieferindustrie, Dienstleister und Betreiber.

Durch die Nutzung von Windenergie werden jährlich etwa 4,7 Millionen Tonnen CO₂ eingespart, was den Emissionen von rund 1,9 Millionen Autos entspricht.

Die Windkraft deckt etwa 16 % des österreichischen Stromverbrauchs und versorgt rund 2,65 Millionen Haushalte mit sauberem Strom.

Die tatsächlich versiegelte Fundamentfläche beträgt etwa 400 m², was 0,3 % der gesamten Windparkfläche entspricht. ​

Windstrom wird direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Schwankungen werden durch Regelenergie, Stromspeicher (z. B. Pumpspeicherkraftwerke) oder Ausgleich durch andere erneuerbare Quellen abgefedert.

Beim Repowering werden ältere Windräder durch neue, leistungsfähigere ersetzt – meist bei deutlich weniger Anlagen. Dadurch steigt die Stromproduktion bei gleichbleibender oder kleinerer Flächennutzung.

Aufwändige Verfahren, Einsprüche und komplexe Gutachten führen zu langen Wartezeiten. In Österreich dauern Genehmigungen teils 4–7 Jahre – deutlich länger als international üblich.

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