Steinriegel II

Mit dem Windpark Steinriegel II hat ECOwind ein außergewöhnliches Windkraftprojekt in den steirischen Alpen realisiert. Auf rund 1.600 Metern Seehöhe wurde der bestehende Windpark Steinriegel im Jahr 2014 um elf Windkraftanlagen erweitert. Damit zählt der Standort zu den höchstgelegenen Windparks Europas und stellt bis heute ein eindrucksvolles Beispiel für die erfolgreiche Nutzung der Windenergie im alpinen Gelände dar.

Nach einem umfangreichen Genehmigungsverfahren konnte der Windpark um insgesamt 25,3 MW erweitert werden. Die elf Anlagen des Typs Enercon E-70 verfügen jeweils über eine Leistung von 2,3 MW, eine Nabenhöhe von 85 Metern und einen Rotordurchmesser von 71 Metern. Gemeinsam erzeugen sie jährlich rund 45,4 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom – genug, um rund 13.700 Haushalte zu versorgen.

Die alpine Lage stellte bei Planung, Bau und Logistik besondere Anforderungen. Für den Transport der Anlagenteile mussten bestehende Forst- und Schotterstraßen genutzt und teilweise angepasst werden. In der Gemeinde Ratten wurde eigens ein temporärer Umladeplatz eingerichtet. Von dort wurden die Komponenten auf einen wendigen Selbstfahrer umgeladen und über rund 15 Kilometer teilweise sehr steile und schmale Wege bis zum Windpark transportiert.

Auch bei der Errichtung der Anlagen waren die besonderen Bedingungen des hochalpinen Standorts zu berücksichtigen. Die Bauarbeiten begannen im Mai 2014. Bereits am 21. Juli 2014 konnte die erste Anlage in Betrieb genommen werden, Anfang November 2014 war die gesamte Erweiterung fertiggestellt. Damit wurden innerhalb von nur rund drei Monaten insgesamt elf Windkraftanlagen errichtet.

Steinriegel II ist Teil des gesamten Windparks Steinriegel, der heute aus 21 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 38,3 MW besteht. Gemeinsam erzeugen Steinriegel I und II jährlich rund 75 Millionen kWh Strom und können damit etwa 24.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.

Fakten im Überblick

Standort Rattener Alm, Steiermark
Gemeinden Ratten und Langenwang
Seehöhe 1.600 m
Anzahl der Windkraftanlagen 11 (Type Enercon E70)
Installierte Gesamtleistung 25,3 MW
Nabenhöhe 85 m
Rotordurchmesser 71 m
Netzzugang Umspannwerk Mürzzuschlag
Jährlicher Energieertrag ca. 45.400.000 kWh
Versorgte Haushalte rund 13.700

Impressionen Windpark

Impressionen von Bau und Errichtung

360° Rundblick

Timeline

Mai 2014

Beginn der Erweiterung des Windparks

Mai 2014

17. Oktober 2014

Offizielle Inbetriebnahme

17. Oktober 2014

7. Juni 2015

Eröffnung und Windparkfest

7. Juni 2015

Fragen & Antworten rund um Windkraft

  • Windräder erzeugen Strom, ohne CO₂ oder andere Schadstoffe freizusetzen – im Gegensatz zu Kohle- oder Gaskraftwerken. Damit helfen sie im Kampf gegen den Klimawandel.
  • Wind ist eine erneuerbare Ressource – das heißt, sie geht uns nicht aus. Solange die Erde sich dreht und die Sonne scheint, wird es Wind geben.
  • Je mehr Windstrom wir selbst erzeugen, desto weniger abhängig sind wir von Energieimporten (z. B. Öl oder Gas aus dem Ausland). Das stärkt unsere Versorgungssicherheit.
  • Die Windenergiebranche schafft viele Jobs – in Planung, Bau, Wartung und Forschung. Sie fördert auch technologische Innovationen.

Der Wind dreht die Rotorblätter, die mit einer Welle verbunden sind. Diese Welle treibt einen Generator an, der Strom erzeugt.

Eine durchschnittliche Windkraftanlage erzeugt etwa 4–6 Megawatt (MW).

Ende 2024 waren in Österreich 1.451 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 4.028 Megawatt (MW) installiert.

Beispielsweise erzielt der Windpark Andau im Burgenland eine regionale Wertschöpfung von 370 Millionen Euro und generiert 130 neue Dauerarbeitsplätze.

Die Windenergiebranche beschäftigt rund 7.900 Menschen in Österreich, einschließlich Zulieferindustrie, Dienstleister und Betreiber.

Durch die Nutzung von Windenergie werden jährlich etwa 4,7 Millionen Tonnen CO₂ eingespart, was den Emissionen von rund 1,9 Millionen Autos entspricht.

Die Windkraft deckt etwa 16 % des österreichischen Stromverbrauchs und versorgt rund 2,65 Millionen Haushalte mit sauberem Strom.

Die tatsächlich versiegelte Fundamentfläche beträgt etwa 400 m², was 0,3 % der gesamten Windparkfläche entspricht. ​

Windstrom wird direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Schwankungen werden durch Regelenergie, Stromspeicher (z. B. Pumpspeicherkraftwerke) oder Ausgleich durch andere erneuerbare Quellen abgefedert.

Beim Repowering werden ältere Windräder durch neue, leistungsfähigere ersetzt – meist bei deutlich weniger Anlagen. Dadurch steigt die Stromproduktion bei gleichbleibender oder kleinerer Flächennutzung.

Aufwändige Verfahren, Einsprüche und komplexe Gutachten führen zu langen Wartezeiten. In Österreich dauern Genehmigungen teils 4–7 Jahre – deutlich länger als international üblich.

ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH
Fohrafeld 11, A-3233 Kilb

©2023 ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH | website by medani

Nach oben scrollen