Pongratzer Kogel

Der Windpark Pongratzer Kogel befindet sich in der Steiermark im Bezirk Hartberg auf dem bis zu 1.300 m hohen Bergkamm Pongratzer Kogel im nordwestlichen Gebiet der Gemeinden Schachen und Puchegg.

Mit einer Gesamtleistung von 9,23 MW erzeugt der Windpark erneuerbaren Strom für die Region und kann damit bis zu 4.000 Haushalte versorgen.

Die Standorte der vier Windkraftanlagen wurden auf Grundlage mehrjähriger Windmessungen und einer darauf aufbauenden zweidimensionalen Langzeitkorrelation sorgfältig gewählt. 

Jede der vier Windkraftanlagen (Type: Enercon E-70) verfügt über eine Nennleistung von 2,3 MW. Die Anlagen besitzen eine Nabenhöhe von 85 Metern und einen Rotordurchmesser von 71 Metern. 

Die Türme der Anlagen bestehen jeweils aus vier über Flansche verbundenen Stahlrohrsegmenten. Der Durchmesser beträgt an der Gondel rund zwei Meter und am Turmfuß 4,3 Meter. Jeder Turm bringt ein Gewicht von rund 216 Tonnen auf die Waage. Parallel zur Errichtung wurde von den Feistritzwerken eine rund 6 km lange Erdkabelleitung in das Umspannwerk  Schachen hergestellt.

Fakten im Überblick

Standort Pongratzer Kogel, östlich des Masenberges, Steiermark
Gemeinden Schachen, Puchegg
Seehöhe knapp 1.300 m
Anzahl der Windkraftanlagen 4 (Type Enercon E-70)
Installierte Gesamtleistung 9,2 MW
Nabenhöhe 85 m
Rotordurchmesser 71 m
Netzzugang Umspannwerk Schachen
Jährlicher Energieertrag ca. 16.000.000 kWh
Versorgte Haushalte ca. 4.000

Impressionen Windpark

Impressionen von Bau und Errichtung

360° Rundblick

Timeline

Anfang 2007

Beginn Projektentwicklung

Anfang 2007

Juni 2007 - Jänner 2008

1. Windmessung

Juni 2007 - Jänner 2008

April 2008 - August 2009

2. Windmessung

April 2008 - August 2009

Oktober - Dezember 2007

SODAR-Windmessung

Oktober - Dezember 2007

Anfang April - Juli 2013

Baustellenarbeiten

Anfang April - Juli 2013

Ende Juli - Ende August 2013

Errichtung der Windkraftanlagen

Ende Juli - Ende August 2013

Anfang September 2013

Inbetriebnahme des Windparks

Anfang September 2013

28. September 2014

Eröffnung Windpark

28. September 2014

Fragen & Antworten rund um Windkraft

  • Windräder erzeugen Strom, ohne CO₂ oder andere Schadstoffe freizusetzen – im Gegensatz zu Kohle- oder Gaskraftwerken. Damit helfen sie im Kampf gegen den Klimawandel.
  • Wind ist eine erneuerbare Ressource – das heißt, sie geht uns nicht aus. Solange die Erde sich dreht und die Sonne scheint, wird es Wind geben.
  • Je mehr Windstrom wir selbst erzeugen, desto weniger abhängig sind wir von Energieimporten (z. B. Öl oder Gas aus dem Ausland). Das stärkt unsere Versorgungssicherheit.
  • Die Windenergiebranche schafft viele Jobs – in Planung, Bau, Wartung und Forschung. Sie fördert auch technologische Innovationen.

Der Wind dreht die Rotorblätter, die mit einer Welle verbunden sind. Diese Welle treibt einen Generator an, der Strom erzeugt.

Eine durchschnittliche Windkraftanlage erzeugt etwa 4–6 Megawatt (MW).

Ende 2024 waren in Österreich 1.451 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 4.028 Megawatt (MW) installiert.

Beispielsweise erzielt der Windpark Andau im Burgenland eine regionale Wertschöpfung von 370 Millionen Euro und generiert 130 neue Dauerarbeitsplätze.

Die Windenergiebranche beschäftigt rund 7.900 Menschen in Österreich, einschließlich Zulieferindustrie, Dienstleister und Betreiber.

Durch die Nutzung von Windenergie werden jährlich etwa 4,7 Millionen Tonnen CO₂ eingespart, was den Emissionen von rund 1,9 Millionen Autos entspricht.

Die Windkraft deckt etwa 16 % des österreichischen Stromverbrauchs und versorgt rund 2,65 Millionen Haushalte mit sauberem Strom.

Die tatsächlich versiegelte Fundamentfläche beträgt etwa 400 m², was 0,3 % der gesamten Windparkfläche entspricht. ​

Windstrom wird direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Schwankungen werden durch Regelenergie, Stromspeicher (z. B. Pumpspeicherkraftwerke) oder Ausgleich durch andere erneuerbare Quellen abgefedert.

Beim Repowering werden ältere Windräder durch neue, leistungsfähigere ersetzt – meist bei deutlich weniger Anlagen. Dadurch steigt die Stromproduktion bei gleichbleibender oder kleinerer Flächennutzung.

Aufwändige Verfahren, Einsprüche und komplexe Gutachten führen zu langen Wartezeiten. In Österreich dauern Genehmigungen teils 4–7 Jahre – deutlich länger als international üblich.

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